FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2021

der Fonds diese Kosten bereits berücksich- tigt sind. Zum Ex-post-Kostenausweis, die Platte aufgrund der uneinheitlichen Dar- stellung der verschiedenen Lagerstellen und einer damit fehlenden Vergleichbar- keit für verbesserungswürdig hält, hatte er bislang noch keine Rückfragen. Ohne Pool geht gar nichts Michael Schulte kennt hingegen Anrufe von verwunderten Kunden, die wissen möchten, wie die Zahlen in ihrem Ex-post- Kostenausweis denn zu interpretieren sind. „Mit der reinen Erstellung der beiden Kostenberichte habe ich keine Arbeit“, sagt der Inhaber der MSI – Michael Schulte Investmentberatung aus Köln. Wie Fonds- net bietet auch der Maklerpool Fondskon- zept, mit dem Schulte zusammenarbeitet, eine Software an, die den Vorab-Kosten- ausweis erzeugt und mit der Beratungs- dokumentation direkt in das elektronische Postfach der Anleger schickt. „Die Ex-post-Kosteninformation versen- den die Depotbanken, damit habe ich auch nichts zu tun“, so Schulte. Er hat eine Vertriebsvereinbarung mit der FIL Fonds- bank (FFB) und mit Ebase. Die beiden Institute ziehen seine Servicegebühr von den Verrechnungskonten oder Depots der Kunden ein und leiten Bestandsprovisio- nen an den Vermittler durch. Damit verfü- gen sie über alle Daten, die im Ex-post-Kos- tenausweis auftauchen müssen, Schulte muss nichts ergänzen. „Ohne eine Poolan- bindung müsste ich für jeden Sparplan, den ich umschichte, selbst in Euro und Prozent ausweisen, welche Kosten der Kun- de auf Fonds- und Dienstleistungsebene hat“, sagt Schulte. Das wäre unmöglich. „Das Problem ist, dass kaum ein Kunde begreift, was in den Kostenausweisen eigentlich steht“, sagt der Vermittler. „Und für mich ist es immer wieder ein Aben- teuer, gerade den Ex-post-Bericht zu erklä- ren“, sagt Schulte. Da der Ausweis je nach Depotbank anders gegliedert ist und unter- schiedliche Begri e verwendet werden, müsse er sich selbst immer wieder neu in die Materie einarbeiten. „Ich glaube, ehr- lich gesagt, dass diese komplizierten Berich- te bei vielen Kunden auch direkt in der Ablage P landen“, vermutet Schulte. Kaum Unterschiede Während das Taping und die neuen Kos- tenausweise bemängelt werden, haben die Vermittler mit der Geeignetheitsprüfung und -erklärung ganz o ensichtlich über- haupt keine Schwierigkeiten. „Da hat sich eigentlich nicht so viel ge- ändert“ sagt Udo Heißwolf, Inhaber der gleichnamigen Investmentberatung aus Schwaig bei Nürnberg. „Die Geeignetheits- erklärung unterscheidet sich nicht groß vom früheren Beratungsprotokoll, daher » Im Ex-ante-Kostenaus- weis wird suggeriert, dass fondsinterne Kosten doppelt abgezogen werden. « Daniel Platte , Finanzplan A » Durch die Geeignet- heitserklärung hat sich am Arbeitsaufwand eigentlich nichts verändert. « Erol Teszevin-Weiss, Consilanto Unternehmen: .............. Consilanto Gesellschaft für Finanzdienstleistungen Ort: ............................................................ München Einstieg in die Branche: .............................. 2003 Erlaubnis: ........................................... 34d/h GewO Betreute Kunden: ............................................... 90 Maklerpool: ............................................. Netfonds Depotbank: ....................................................... DAB » Das Problem ist, dass kaum ein Kunde begreift, was in den Kostenausweisen eigentlich steht. « Michael Schulte, MSI Unternehmen: ................ MSI - Michael Schulte ................................................ Investmentberatung Ort: ..................................................................... Köln Einstieg in die Branche: .............................. 2009 Erlaubnis: ......................................... 34d/f/i GewO Betreute Kunden: .................................. zirka 300 Maklerpool: ............. Fondskonzept, Blau Direkt Depotbank: ........................................... FFB, Ebase VERTRIEB & PRAXIS Finanzanlagenvermittlungsverordnung 308 fondsprofessionell.de 3/2021 FOTO: © MSI - MICHAEL SCHULTE INVESTMENTBERATUNG ARMIN DÖRR | CONSILANTO

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