FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 3/2021
dann für uns interessant, wenn sie unserem „10xDNA“-Prinzip entspricht … … hinter demwas konkret steckt? Wir suchen bewusst nach Unternehmen, die neue Technologien kombinieren, um zehnmal e zienter zu produzieren als ihre Mitbewerber, die zehnmal bessere Pro- dukte oder Dienstleistungen anbieten als die Konkurrenz oder zum Beispiel Batte- rien entwickeln, die zehnmal schneller geladen werden können. Ihnen ist aber schon bewusst, dass viele der von Ihnen genannten Unternehmen schon ziemlich hoch bewertet sind? Bei Tesla spricht mancher Marktteilnehmer schon von einer extremen Überbewertung. Aber doch nur, weil die meisten dieser Marktteilnehmer immer noch nicht das unglaubliche Potenzial verstanden haben, das in einem Unternehmen wie Tesla steckt. Viele betrachten das Unternehmen noch als einen Anbieter von Elektroautos. Im Grunde aber sind die Autos bei Tesla nur das, was bei Amazon die Bücher ge- wesen sind: der Startpunkt zum Aufbau eines der weltweit führenden Technologie- konzerne. Sprechen Sie vom Bereich der Batterie- produktion? Das ist nur einer der Bereiche, den Tesla auf ein vollkommen anderes Niveau heben wird. Die erste Giga-Factory in den USA hat eine Produktionskapazität von jährlich 150 Gigawatt. Das neue Werk in Berlin- Brandenburg wird diese Kapazität auf ein geradezu unglaubliches Niveau von 1.000 Gigawatt pro Jahr katapultieren. Und ähn- lich sieht es in anderen Unternehmensbe- reichen aus. Vor Kurzem hat Tesla den Ein- stieg in die Chip-Produktion angekündigt. Damit wird das Unternehmen zum einzi- gen Autobauer der Welt, der eigene Chips produzieren wird. Und die werden nach allem, was wir bisher wissen, besser sein als die Produkte des bisherigen Branchenpri- mus Nvidia, der übrigens eine Markt- kapitalisierung von knapp 600 Milliarden US-Dollar aufweist. Darüber hinaus macht das Unternehmen massive Fortschritte im Bereich künstliche Intelligenz, die in einer Vielzahl von Bereichen einsetzbar ist. Ist es richtig, dass Sie keine Bestands- provision an freie Finanzdienstleister aus Ihrem Fonds zahlen werden? Das ist richtig, denn wir werden den größ- ten Teil der vereinnahmten Verwaltungsver- gütung zur Finanzierung unseres Experten- teams benötigen. Wir zahlen eine Gebühr für die technische Anbindung des Fonds an Banken und Fondsplattformen. Eine darüber hinausgehende Bestandsprovision zahlen wir nur an unsere Vertriebspartner wie Comdirect oder Flatex. Das macht den Fonds kaum attraktiv für freie Finanzdienstleister. Fürchten Sie nicht, dass es Ihnen ähnlich ergeht wie anderen Promi-Fonds, etwa demZukunftsfonds von Kai Diekmann und Lenny Fischer? Das Duo war ursprünglich damit angetreten, nach kurzer Zeit ein Volumen von einer Milliarde Euro erreichen zu wollen. Bisher sind es gerade gut 26 Millionen Euro. Ehrlich gesagt mache ich mir darum keine großen Sorgen. Ich werde zum einen selbst mindestens 50 Prozent meines liquiden Vermögens in den Fonds investieren. Au- ßerdem verfügen wir schon jetzt über Zu- sagen, von Partnern, Freunden und Start- up-Investoren. Daher gehe ich davon aus, dass wir schon in wenigen Wochen ein Volumen von über hundert Millionen Euro in dem Fonds verwalten werden. Vielen Dank für das Gespräch. HANS HEUSER FP KURZ-VITA: Frank Thelen Der Chef des Start-up-Finanziers Freigeist Capital ist nicht nur Ex-Juror der TV-Sendung „Höhle der Löwen“. Er ist auch Seriengründer, Frühphaseninvestor sowie zweifacher Best- sellerautor. Und seit Kurzem Initiator eines Publikumsfonds. » Im Grunde sind die Autos bei Tesla nur das, was bei Amazon die Bücher gewesen sind. « Frank Thelen, Freigeist Capital FOTO: © CHRISTOPH HEMMERICH 336 fondsprofessionell.de 3/2021 VERTRIEB & PRAXIS Frank Thelen | Freigeist Capital
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