FONDS professionell Deutschland, Ausgabe 4/2023

IT-PROBLEME Klagewelle gegen die Postbank Vor dem Landgericht Bonn sind deutlich mehr Klagen von Kunden gegen die Postbank anhängig als im Vorjahr. Waren es 2022 insgesamt 74 Klagen, so sind es bis zum 8. Septem- ber 2023 schon 214.Das berichtet das „Handelsblatt“ unter Verweis auf Angaben des Landgerichts Bonn, das für Rechtsstreitigkeiten rund um die Tochter der Deutschen Bank zuständig ist. Unklar ist, ob dieser deutliche Anstieg auf die teilweise massiven Probleme im Kun- dengeschäft nach einer IT-Umstellung zurückzuführen ist. Das Institut äußerte sich nicht zu den Klagen gegen die Tochter oder deren Hintergrund. Einige Anleger- anwälte gehen aber inzwischen wegen der technischen Schwierigkeiten juristisch ge- gen die Postbank vor. Der Verbraucherzen- trale Bundesverband (VZBV) erfasste allein im dritten Quartal dieses Jahres zu den bei- den Banken mehr als 1.100 Beschwerden, wie die Verbraucherschützer mitteilen. Seit Jahresbeginn sind es rund 1.700 Beschwer- den – und damit annähernd drei Mal so viele wie im gesamten Vorjahr. Die Finanz- aufsicht Ba n hat einen Sonderbeauftrag- ten für die Deutsche Bank bestellt. Dieser soll überwachen, dass das Institut die Pro- bleme im Kundenservice der Postbank zügig und vollständig beseitigt. Obendrein kündigte die Deutsche Bank an, die Zahl der Postbank-Filialen von 550 auf 300 zu stutzen. Dies werde auch mit einem Jobab- bau einhergehen, teilte die Bank mit. GRENZÜBERTRITT V-Bank eröffnet ersten Standort im Ausland Die auf Depotbankleistungen für Vermö- gensverwalter spezialisierte V-Bank hat in Zürich eine Vertretung für die Schweiz erö net. Die Repräsentanz an der Zürcher Seefeldstrasse ist für das in München an- sässige Institut der erste Standort außerhalb des Heimatmarktes Deutschland.Der neue Standort in Zürich soll als Kontaktpunkt für die rund 60 Schweizer Vermögens- verwalter und Family O ces dienen, die bereits heute Kunden des Spezialinstituts sind. Von dem neuen Domizil aus will die V-Bank ihr Geschäft in der Schweiz weiter ausbauen. „Wir haben in der Schweiz bereits eine Reihe von Geschäftspartnern, die unsere Services nutzen. Und natürlich knüpfen wir auch gern neue Kontakte. Die Erö nung einer Vertretung in der Schweiz ist daher ein logischer Schritt“, teil- te Lars Hille, Vorstandschef der V-Bank, mit. Leiter der Repräsentanz ist Richard Manger. FP FP Nach einem IT-Umbau kämpften viele Postbank-Kunden mit teils massiven Beeinträchtigungen. Die Zahl der Beschwer- den und Klagen gegen die Deutsche-Bank-Tochter steigt. NEWS & PRODUCTS Banken 60 fondsprofessionell.de 4/2023 Finanzprofis in Bewegung ››› Die aktuellsten News täglich auf fondsprofessionell.de Hauck Aufhäuser Lampe hat den Bereich vermögen- de Kunden um das Fach „Next Generation“ erweitert und dafür Sophia Schelo angestellt. Seit Oktober arbeitet sie als Expertin für die „Next Gen“. Hauck Aufhäuser Lampe hat Frank Hoppe zum neuen Leiter seiner Kölner Niederlassung ernannt. Seit Oktober verantwortet er den Standort gemeinsam mit dem bisherigen Chef Michael Di Martino. Michael Irrle ist seit Okto- ber Berater bei der Hauck Aufhäuser Lampe und unterstützt dort den Ge- schäftsbereich Private & Corporate Banking am Standort Düsseldorf. Er kommt von Merck Finck. Günter Ingenfeld ist als Investment Advisor bei Hauck Aufhäuser Lampe gestartet. Er war als Invest- mentspezialist bei Merck Finck aktiv und verfügt über 25 Jahre Erfahrung im Wealth Management. Auch Mark Seifert ist seit Oktober Berater im Team Private & Corporate Ban- king von Hauck Aufhäuser Lampe . Er arbeitet eben- falls in der Düsseldorfer Niederlassung und wech- selte von Merck Finck. FOTO: © BJÖRN WYLEZICH | STOCK.ADOBE.COM, SOPHIA SCHELO | HAUCK AUFHÄUSER LAMPE, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE, BERND VOGEL | HAUCK AUFHÄUSER LAMPE, HAUCK AUFHÄUSER LAMPE

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